Was bringt uns der Mietendeckel?

Der vom Berliner Senat geplante Mietendeckel liegt nun mit seinen Eckpunkten vor und soll im Oktober beschlossen werden. Damit sollen die drastisch steigenden Mieten im Berliner Wohnungsmarkt eingedämmt werden. Insbesondere viele ältere Menschen mit geringem Einkommen werden von dieser Regelung profitieren, da ihre Miete zumindest für 5 Jahre nicht erhöht werden kann. Außerdem ist die Beantragung einer Mietabsenkung möglich, wenn die Miete über 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt.

Das Wichtigste auf einen Blick:
– Die Spanne der Mietobergrenze beträgt, abhängig von Alter und Ausstattung, zwischen 3,92 Euro und 9,90 Euro nettokalt pro Quadratmeter. Unter Umständen sind Zuschläge bis 1,40 Euro/qm möglich, wenn es z. B. vor kurzer Zeit Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt worden sind. (Anmerkung: Laut Investitionsbank Berlin lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis 2018 bei 10,70 EUR).
– Die Mieten werden auf den Stand 18.06.2019 eingefroren. Jährliche Mieterhöhungen bis zu 1,3 Prozent sind aber möglich.
– Die Regelung gilt für fünf Jahre.
– Von der Regelung nicht betroffen: Neubauten bezugsfertig ab 2014 sowie Sozial- und Studentenwohnungen

Weniger Sanierung und Modernisierung zu erwarten
Für viele Vermieter wird ein Mietendeckel herbe Verluste ihrer Einnahmen bedeuten. Wer zum Beispiel vor ein paar Jahren in Prenzlauer Berg ein altes Mietshaus gekauft und viel Geld in die Sanierung gesteckt hat, wird möglicherweise unterm Strich ein Minus verzeichnen müssen, da ursprünglich auf einer anderen Grundlage kalkuliert wurde. Folglich ist in den nächsten Jahren mit deutlich sinkenden Ausgaben für Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zu rechnen.

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